Theresienthaler Museumsschlösschen | Zwiesel

Theresienthaler Museumsschlösschen, Foto Marita Haller

Theresienthaler Museumsschlösschen, Foto Marita HallerLudwig I. ließ durch die erfolgreiche Glashändlerfamilie Steigerwald 1836 eine Glashütte für Luxusglas errichten.

Königin Therese gab ihr ihren Namen. Damals eroberte das prämierte Luxusglas die Herzen der Kaiser und Könige.

Sogar das Lieblingsservice des Märchenkönigs Ludwig II, ein Weinservice aus Goldrubin, kam aus Theresienthal.

 

Anfangs wurde das Museumsschlösschen-Kerngebäude – das heutige Glasmuseum – als ein Wirtshaus mit dem Namen Hüttenzangl genutzt. Später erhielt das Zangl durch den Theresienthaler Glashüttenherrn Michael von Poschinger das Aussehen eines Schlosses mit seinem charakteristischen Turm. Unter Hans und Egon von Poschinger wurde das Schlösschen in ein Bürohaus umfunktioniert. Die Hüttenherren konnten durch einen geheimen Turmgang jederzeit ins Atelier der Henriette Steigerwald gelangen.

 

1977 wurde im Erdgeschoss des Schlösschens in 7 Räumen das Theresienthaler Glasmuseum eingerichtet. Heute finden Sie hier eine der schönsten Glassammlungen weltweit. Zu bewundern sind prunkvolle Gläser der „Königlich Bayerisch privilegierten Kristallglas-Fabrik“ Theresienthal (heute Kristallglasmanufaktur Theresienthal GmbH). Auch Entwurfsarbeiten und Musterstücke für den Zarenhof in St. Petersburg, die französischen Kaiser, König Ludwig II. und Kaiser Wilhelm II sind zu bestaunen. Das Museum stellt die Geschichte der Kristallglasmanufaktur Theresienthal dar.